Nachlese: Arten-Vielfalt trifft Methoden-Vielfalt
Erstmals gelang es dem Team von naturschutzakademie.at eine Fortbildung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Burgenland (PH) anzubieten – und 22 Pädagoginnen und Pädagogen nahmen teil! Vielen Dank an dieser Stelle an Nora Horvath für die großartige Unterstützung!
Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein kurzes indoor-Seminar in der Mittelschule Lockenhaus, mit Tipps und Tricks zur Bestimmung von Pflanzen und Tieren mit Apps und Büchern. Dann ging es in das abwechslungsreiche Gelände rund um die Schule, um dort verschiedene Methoden der Wissensvermittlung selbst auszutesten.
Nach einem Einführungsspiel erforschten die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Team von naturschutzakademie.at in vier Stationen die Artenvielfalt der Wiesen und Raine in Lockenhaus. Den Pflanzen wurden zwei Stationen gewidmet: Bei Orphelia identifizierten die Pädagog*innen mit Bestimmungsbüchern und Apps die blühenden Pflanzen der Umgebung.
Anahita und Bettina setzten auf einen spielerischen Zugang: Hier wurde besonderes Augenmerk auf die Merkmale der Pflanzen gelegt, sodass die Pädagog*innen auch die charakteristischen Eigenschaften der Pflanzen kennenlernen konnten. Wie auch die Schüler am Vormittag durften sich die Lehrer fantasievolle Namen für ihre Pflanzen ausdenken. So wurde das Weiße Labkraut zur "zarten Wiesenfee", was einen poetischen Namen für eine Pflanze mit solch filigranen Blüten darstellt.
Die Insektenwelt kam an den beiden Stationen von Thomas und Helmut bzw. von Johanna ins Spiel. Hier testeten die Pädagoginnen und Pädagogen die spielerische Wissensvermittlung zur Bestimmung und Datensammlung der Insektenvielfalt aus. Einige Pädagog*innen waren sehr erfolgreich bei der Jagd auf den Kleinen Kohlweißling und das Rotbraune Wiesenvögelchen. Bei der Bestimmung mithilfe von Apps und Büchern erfuhren sie nicht nur wissenswertes über die Insektenarten, sondern auch, wo die Tücken und Grenzen der digitalen Bestimmungstools liegen. Am Rückweg wurde den Vogelstimmen gelauscht, die mithilfe digitaler Methoden ebenfalls den dort heimischen Arten zugeordnet werden konnten.
Das Betreuerteam hofft, dass das Artentraining hilfreiche Inputs für eigene Ausflüge mit den Schulklassen in die Natur liefern konnte!