Naturschutzrallye Lockenhaus: Die Mittelschule erobert die Wiese!
Heute durften die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Lockenhaus ihr im April erworbenes Wissen direkt in der Natur unter Beweis stellen. Nach einem Aufwärmspiel ging es an drei Stationen in die Praxis, wo die Kinder das Gelernte anwenden konnten.
Los ging's gleich spielerisch mit "Eins, Zwei oder Drei": Julia hielt jeweils das Blatt eines Baumes hoch, und die Kinder mussten raten, zu welcher von drei genannten Baumarten es gehört. Und die Kinder waren echte Profis – fast alles wurde richtig erraten!
Danach ging es an die erste Station, wo die SchülerInnen zusammen mit Julia und Thomas, ausgerüstet mit Kescher und aufmerksamem Blick, auf Insektenjagd gingen – und das mit großem Erfolg! Mit viel Begeisterung fingen, beobachteten und bestimmten sie zahlreiche Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken. Ein absolutes Highlight waren die Feldgrille, die ein Schüler mit wachen Augen entdeckte, sowie das Heupferd und einige Krabbenspinnen.
An der zweiten Station lag der Fokus darauf, Pflanzen anhand ihrer charakteristischen Merkmale zu beschreiben. Unterstützt von den Praktikantinnen Anahita, Bettina und Cathy suchte sich jede Jugendliche eine Pflanze aus und notierte deren Eigenschaften. Anschließend durften alle ihrer gewählten Pflanze einen selbst erfundenen Namen geben – dabei entstand eine kreative Sammlung botanischer Fantasiebezeichnungen wie die Grießbreiblume (Gewöhnliche Schafgarbe), Gelbgeweih (scharfer Hahnenfuß) und Riesenpusteball (Wiesen-Bocksbart). Zum Abschluss wurden alle Pflanzen gemeinsam besprochen und mit der App Flora Incognita bestimmt.
Bei der dritten Station war detektivisches Geschick gefragt: Die Kinder pflückten zunächst selbst einen kleinen Blumenstrauß und machten sich anschließend daran, die Pflanzen mithilfe von Bestimmungsbüchern zu identifizieren: Bücher wälzen, Merkmale vergleichen, nachschlagen und diskutieren gehörten dazu. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Orphelia. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler hautnah, dass das Bestimmen von Pflanzen zwar etwas Geduld braucht, am Ende aber ein richtiges Erfolgserlebnis beschert, wenn man weiß, was man da gefunden hat.
Nach diesem schönen und sehr erfolgreichen Tag geht es nun an die Auszählung der vielen entdeckten Arten.